Autozulieferer: Kostenreduktion wichtiger als Innovation
26.07.2010 11:56
Volumenwachstum und Innovationen bieten den Autozulieferern in Deutschland und Österreich nur selektiv den Ausweg aus der Krise. Eine deutsche Studie sieht keine Alternative zur Kostenreduktion.
Auf der gesamten Automobilindustrie lastet derzeit ein enormer Kostendruck. Die Zulieferer, die mehr als 50 Prozent der Wertschöpfung erbringen, sind davon am stärksten betroffen. Für die Oliver Wyman-Studie „Die Zulieferindustrie zwischen Kostendruck und Wertzuwachs“ wurden im ersten Halbjahr 2010 weltweit Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder führender Automobilzulieferbetriebe befragt. Die Studienergebnisse belegen, dass sich der Kostendruck in der Branche in den kommenden Jahren noch verschärfen wird und dass funktionale Innovationen diesen Trend hin zum Wertverlust nur sehr bedingt ausgleichen können. Einzig das globale Volumenwachstum nach der Krise – insbesondere in den aufstrebenden Automobilmärkten – bietet Zulieferern die Chance, langfristig Wertsteigerung und profitables Wachstum zu erzielen. Nur wer sich international ausrichtet, in den Schwellenländern präsent ist und seine Kosten deutlich senkt, kann im hart umkämpften Zuliefermarkt nachhaltig erfolgreich sein.
Automobilzulieferer müssen den größten Anteil der Kostensenkungen in der Wertschöpfungskette tragen, denn Zukaufteile der Zulieferer stellen für Hersteller die größte Kostenposition dar. So unterliegen Zulieferer einem unerbittlichen und anhaltenden Kostendruck, der durch die jüngste Krise in der Automobilindustrie noch verstärkt wurde. Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, dass dieser Trend anhalten wird. So streben OEMs aus Zulieferersicht in den nächsten fünf Jahren eine durchschnittliche Preisreduktion von 4,3 Prozent jährlich an. Die tatsächlich erzielte durchschnittliche Preisreduzierung beträgt dabei 2,5 Prozent.
Wertverluste trotz funktionaler Aufwertung
Der anhaltende Wertverlust für die Zulieferbranche gewinnt noch zusätzlich an Dynamik, da funktionale Aufwertungen zu Beginn eines neuen Produktlebenszyklus nur noch selektiv Abhilfe schaffen. Zwar haben spezialisierte Komponentenhersteller innerhalb einer Nische weiterhin die Möglichkeit, in ihrem Segment profitabel zu wachsen. Doch können Zulieferer insgesamt nur in Ausnahmefällen Preiserhöhungen bei OEMs erzielen. So gleichen der Studie zufolge funktionale Innovationen und wachsende Ausstattungsraten den Wertverlust bei einem durchschnittlichen Fahrzeug nur bei rund 20 bis 30 Prozent der Fahrzeugmodule aus, während 70 bis 80 Prozent dem Kostendruck schonungslos ausgesetzt sind.
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